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photo by Jon Tyson on unsplash

AKTUELL

Totentanz und Lebensmut

In der Wolgaster St. Petri Kirche ist in diesem jahr viel los: Gemeinsam mit der Künstlerin Heidi Krautwald haben Bewohner*innen der Stadt eine fotografische Neuaufnahme des Totentanzes unternommen und das in der Kirche hängende Kunstwerk aus dem 18. Jahrhundert ins Hier und Jetzt geholt. Die Künstlerin hat dabei Orte aus Wolgast mit Menschen vor Ort in Szene gesetzt und mit klassischen Vanitas Motiven verbunden – immer an den Bildern des Totentanzes orientiert. Das Ergebnis ist beeidruckend: Auf überlebensgroßen Fotografien kann man in der Kirche St. Petri die wunderbaren Szenen bestaunen, die die Künstlerin gemeinsam mit den Bewohner*innen entwickelt hat. Die Besucher*in läuft wie durch ein riesiges Leporello und kann die aktuelle Version des »lebensmutigen Totentanzes« im Gegenüber zum historischen Totentanz bewundern. Die Finissage findet am 20. November 2022 in der St. Petri Kirche mit Bischof Tilman Jeremias statt. Mehr Infos finden Sie HIER.

Ein artengel für das Rauhe Haus

v.l.: Künstler Hauke Jessen, Bischöfin Kirsten Fehrs und Andreas Theurich vom Rauhen Haus

Im Rauhen Haus Hamburg ist ein neuer Bewohner eingezogen: Ein Engel aus Holz hat in der Cafeteria des Rauhen Hauses seinen Platz gefunden. Der Hamburger Künstler Hauke Jessen hat das Triptychon, das den Titel »Land in Sicht« trägt, geschaffen: Drei Paneele aus altem Eichenholz zeigen einen androgynen Jugendlichen, umgeben von gesprengten Ketten und federleichten bunten Schmetterlingen. Herzstück des Kunstwerks ist eine Taube, die dem Betrachter vermeintlich entgegenfliegt. Ein dynamisches, ausdrucksstarkes Werk, das viele Assoziationen auslöst. Das ist ganz im Sinne von Hauke Jessen: „Im öffentlichen Raum liegt die Verantwortung des Künstlers darin, dass Menschen etwas damit anfangen können. Kunst ist nicht Dekoration. Ich mag Figuren mit Attributen, die man lesen kann – so wie die Schmetterlinge.“

Kunst im interreligiösen Dialog

Seit Kurzem unterstützt die Nordkirche die Reihe »Kunst im interreligiösen Dialog«, einer Veranstaltungsreihe zum gegenseitigen Verstehen von Kunst und Religionen: Vertreter*innen verschiedener Religionsgemeinschaften diskutieren über Kunstwerke und über grundlegende Aspekte ihrer Religion. Die letzte Veranstaltung fand zum Thema »Lebenswege – Entscheidungen« im Museum Behnhaus Drägerhaus, Lübeck, statt: